Kapitelführung als Schatzkarte
Unser Weg führt uns nach Innen, mitten durch das komplexeste System, das wir kennen: den Menschen. Um uns hier nicht zu verlieren, brauchen wir Orientierung, bevor wir tiefer gehen.
Eine Landkarte macht Wege sichtbar, die wir sonst nur mit Glück finden würden. Ein Schatz fügt ihr Ziel und Richtung hinzu. Eine Schatzkarte kennt nicht nur die Landschaft, sondern auch die Stellen, die passiert werden müssen, um einen Schatz zu finden. Jeder weiss, dass Fallen und dunkle Höhlen bei einer ordentlichen Schatzsuche nicht fehlen dürfen. Sie prüfen, ob der Suchende des Schatzes würdig ist und lassen ihn bei Erflolg in hellstem Licht erstrahlen...
Angekommen, hat die Suche ein Ende und die Karte ihren Zweck erfüllt, wir können sie ablegen. Natürlich wird auf der Reise das Territorium erkundet, Umwege werden gegangen und Abkürzungen werden gefunden, wann läuft schonmal alles genau nach Plan, besonders bei einer Schatzsuche?
Das Spannende ist: Auf unserer Reise sind wir selbst der Verstecker, doch erinnern uns nicht mehr daran, wo genau wir den Schatz versteckt haben.
Jeder kennt die Geschichte von Liselotte, die erst um die ganze Welt reiste, um dann das höchste Glück in sich selbst zu finden. Aber so läuft das nun einmal: Wir sind unser letzter Endgegner. Wäre es anders nicht auch langweilig? Man könnte es wohl als humorvollen Geniestreich des Lebens bezeichnen, uns auf jene Weise herauszufordern.
Das Handbuch ist ein Repertoire an Werkzeugen, die auf diesem Weg behilflich sein können. Die Kapitelführung orientiert sich an einer roten Linie, die sich so oder so ähnlich seit Jahrtausenden auf allen Schatzkarten, die uns ins Innerste führen, einzeichnet. Sie ist Referenzpunkt, um den Werkzeugen Kontext und Bedeutung zu geben.
Ein Weg wird erst dann lebendig, wenn man ihn geht: Wir sind nicht hier zum Ansammeln von Wissen, sondern um Erfahrung durch vorheriges Verständnis Schritt für Schritt zu ermöglichen.